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Geschichte des Konflikts PDF Drucken E-Mail

Seit Jahrzehnten fühlen sich die schwarzafrikanischen Völker im Westen des Sudan von der arabisch-muslimisch dominierten Zentralregierung in Khartum ignoriert und vernachlässigt. So schwelten massive Spannungen schon lange, bevor im Februar 2003 Widerstandsbewegungen in Darfur zu den Waffen griffen und Militärposten überfielen. 

Darfur ist eine von vielen am äußeren Rande des Sudan gelegenen Regionen, die während Jahrzehnten von der kleinen in Khartum regierenden arabisch-muslimischen Führungsschicht entrechtet und missachtet wurde. Der Genozid hat keine religiösen Ursachen, da in Darfur Muslime gegen Muslime kämpfen. Doch er hat auch ethnische Ursachen, da nicht nur das seit 1989 regierende Regime el Bashir, sondern auch vorangegangene sudanesische Regierungen beharrlich leugnen, dass das Land ein Vielvölkerstaat und sowohl Teil der arabischen als auch der afrikanischen Welt ist. 

Seitdem der arabisch-muslimischen Führungsschicht bei der Staatsgründung im Jahr 1956 von der britischen Kolonialmacht die Herrschaft übertragen wurde, weigerte sie sich beharrlich, die Macht mit anderen Bevölkerungsgruppen zu teilen. So gehört der ausgeprägte Rassismus dieser arabisch-muslimischen Führungsschicht gegenüber der schwarzafrikanischen Bevölkerung zu den Ursachen des Genozids in Darfur, aber auch des Völkermords im Südsudan und in den Nuba-Bergen. 

Im Südsudan kostete der Genozid seit 1955 mindestens 3,5 Millionen Schwarzafrikanern das Leben. Erst im Januar 2005 konnte dieser Völkermord durch ein Friedensabkommen beendet werden. Das Abkommen schloss ein zwingendes Referendum zur Unabhängigkeit des Südsudan von Nordsudan ein. Im Januar 2011 stimmten die Südsudanesen mit einer überwältigenden Mehrheit von über 90% für Ihre Unabhängigkeit vom Rest des Sudan. Die formelle Teilung des Sudan ist im Juli 2011 erfolgt.

Mehrere hunderttausend Angehörige der afrikanischen Nuba-Völker fielen in den 90er Jahren Völkermordverbrechen der sudanesischen Führung zum Opfer. Ihre Heimat, die Nuba-Berge, liegt im ansonsten arabisch-muslimisch geprägten Nordsudan. Doch lebten in den Nuba Bergen bis zu ihrer Vertreibung oder Vernichtung vor allem afrikanische Muslime und Christen.

V
erschärft wird der Konflikt in Darfur noch durch Spannungen zwischen Bauern und Halbnomaden, die um fruchtbares Land, Weidegründe für ihr Vieh und Zugang zu Brunnen ringen. Auch der Fund von Erdöl und die Vergabe von Förderlizenzen haben die Auseinandersetzungen im Westen des Sudan weiter angeheizt.

Seit dem Jahr 2003 findet in Darfur ein brutaler Krieg zwischen der Regierung Sudans und der von ihr unterstützten arabischen Janjaweed-Milizen auf der einen Seite und verschiedenen schwarzafrikanischen Rebellenorganisationen (unter anderen die Sudan Liberation Army und das Justice and Equality Movement) auf der anderen Seite, statt. Die UNO bezeichnete diese Ereignisse bereits 2004 als schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt. Ein Konflikt im Ausmass eines Völkermords.

Bei ethnischen Säuberungen brannten die sudanesischen Regierungstruppen und die Janjaweed-Milizen seither hunderte Dörfer nieder, töteten mehrere hunderttausend Menschen und vergewaltigten Tausende Frauen und Mädchen. Im Januar 2007 lebten in Darfur ungefähr zwei Millionen Menschen in Flüchtlingslagern. Zusätzliche 230'000 Menschen flohen in den Tschad. Mindestens weitere zwei Millionen Menschen sind nach UNO-Angaben von Hilfslieferungen abhängig, da der Konflikt die regionalen Wirtschaftsstrukturen und den Handel in Darfur stark beeinträchtigt.

Im Mai 2006 wurde für Darfur ein Friedensabkommen unterzeichnet. Dieses unterstützen jedoch nicht alle Rebellengruppen, und damit verschärften sich die Kämpfe zwischen der Regierung und den Rebellen seither noch. Die sudanesische Regierung bombardiert sodann den Norden Darfurs, und von der Regierung unterstützte Milizen verstärkten ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Westen und im Süden Darfurs. Auch die Lager für Binnenflüchtlinge werden angegriffen, und mindestens 300'000 Menschen wurden erneut aus ihren Zufluchtstätten vertrieben.

 
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We encourage you to support the campaign of Collectif Urgence Darfour to bring the President of Sudan, Omar al Bashir, to justice. Bashir is subject to an international arrest warrant for war crimes and crimes against humanity, including murder, extermination, forced transfer, torture, rape, and genocide.

Watch the compelling videos and sign the petition: http://www.stopbechir.com